Zuerst mal eine unerhörte Revolution. Nestle hat doch tatsächlich einen neuen Spot für seine Eis – Pops gedreht. Nachdem ich die beiden Jungs mit der Melone bestimmt eine Million mal gesehen habe, lief es mir bei dieser Premiere kalt den Rücken herunter. Hätten sie das Cinemaxx abgerissen und an einem Tag neu gebaut, es hätte mich nicht mehr schockiert!
Nun zum Film. Vorneweg, es ist in meinen Augen ein Thriller, der den Horror gelegentlich streift. ‘Das Kindermädchen’ war auch kein Horror und ich fand ihn ungleich besser. Die Apple Werbung nervte gewaltig. Frau telefonierte mit iPhone, Mann surfte mit AirBook Mac, sie fuhren ein iCar und wohnten im iHouse. Okay, dass mit den Haus stimmt jetzt nicht.
An der Story des vordergründig lieben Adoptivkinds, dass hintergründig arglistige Spiele treibt und eine scheinbar intakte Familie in den Wahnsinn stürzt, ist nichts wirklich Neues. Die Mutter ehemalige Alkoholikerin, der Vater auf amourösen Abwegen, die behinderte Tochter, der Sohn, dem niemand glaubt, der Unfall der Tochter als dunkler Fleck in der Familiengeschichte, die Fehlgeburt, die mit einer Traumsequenz eingeleitet wurde. Dazu die mehr als plakativen Schreckmomente, die ausnahmslos ihren Zweck verfehlten. Einziges und wirkliches Highlight war Isabelle Fuhrmann als Esther, die einem Damian auf Augenhöhe hätte begegnen können. Die Familie war ziemlich unsympathisch und so war man nicht wirklich traurig, als sie sich gegen Ende des Films ein wenig lichtete. Esther ist der einzige Grund, warum dieser Film sich hin und wieder über den Durchschnitt erhob.
