Vermutlich ist dieser kleine Roboter, der seit siebenhundert Jahren die Erde aufräumt und dabei nur von einer Kakerlake begleitet wird, menschlicher, als die meisten Menschen es sind. Pixar stand vor der Aufgabe, einen Film mit zwei höchst unterschiedlichen Robotern, die außer ihrem Namen kaum etwas sprechen können, Leben einzuhauchen. Ich denke mal, sie haben viele Anleihen aus der Stummfilmzeit gemacht. Es sind die kleinen Gesten, die unglaublich wirken! Die Augen von Eve, die Greifhände von Wall-e. Das ist, neben der höchst realistischen Animation, insbesondere in den ersten zwanzig Minuten, eine Leistung, die für die Zukunft Maßstäbe setzen wird. Natürlich ist die Botschaft des Films, was die Überlebenden der Axiom und die Zerstörung der Erde betrifft, ein wenig plakativ, aber das tut dem Film überhaupt keinen Abbruch. Ich hoffe mal so ganz insgeheim, dass es eine Fortsetzung geben wird
Ach ja, jetzt bräuchten wir vielleicht gerade einen Wall-e mit Spezialisierungsrichtung Banken. Da gibt es eine Menge Müll zu entsorgen.
“WALL-E”
Dienstag, 30. September 2008 von Uwe Sauerbrei